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2. Fachsitzung 2012: |
Die Struktur der extratropischen untersten Stratosphäre: Trajektorien und Spurengasmessungen
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| Vortragender: |
Prof. Dr. Peter Hoor
Institut für Physik der Atmosphäre
Arbeitsgruppe Experimentelle/Beobachtende Meteorologie
Johannes Gutenberg-Universität
55099 Mainz
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| Termin: |
Mittwoch, 15.02.2012, 15.15 Uhr |
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| Ort: |
Deutscher Wetterdienst
Konferenzbereich BLAU
Frankfurter Str. 135
63067 Offenbach am Main
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| Zusammenfassung: |
Die Tropopausenregion der Extratropen stellt eine durchlässige Barriere für den Austausch von Spurenstoffen zwischen der Troposphäre und der Stratosphäre dar. Jedoch ist diese Region in hohem Maße empfindlich gegenüber Änderungen des Strahlungshaushalts durch Eingriffe in das Vorkommen von strahlungsrelevanten Substanzen wie Wasserdampf oder Ozon. Die Region entzieht sich auf Grund des großen Skalenbereichs der dynamischen Prozesse einer detaillierten chemischen und dynamischen Modellierung.
In den letzten Jahren konnte insbesondere aus der Kombination von flugzeuggetragenen Spurengasmessungen sowie Trajektorienrechnungen ein konsistentes Gesamtbild des Transports und Austauschs durch die extratropische Tropopause gewonnen werden. Austausch an der extratropischen Tropopause führt zur Ausbildung einer tropopausenfolgenden Schicht, die durch schnellen und häufigen Transport gekennzeichnet ist. Die darüberliegende Region der untersten Stratosphäre ist erstaunlich scharf davon getrennt. Welche Rolle die Tropopauseninversionsschicht für den Austausch spielt, ist nach wie vor ungeklärt. Aus den Messungen geht hervor, dass die unterste Stratosphäre hauptsächlich auf längeren Zeitskalen und aus den Tropen beeinflusst wird, wobei dieser Einfluss saisonal zwischen 30 % und 60 % variiert und der extratropische Einfluss auf ein ca. 2 km breites Band um die lokale Tropopause beschränkt ist.
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3. Fachsitzung 2012: |
Urbane Human-Biometeorologie - ein gefragter interdisziplinärer Teilbereich der Meteorologie
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| Vortragender: |
Prof. Dr. Helmut Mayer
Meteorologisches Institut
Albrecht-Ludwigs-Universität Freiburg
Werthmannstr. 10
79085 Freiburg i.Br.
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| Termin: |
Mittwoch, 14.03.2012, 15.15 Uhr |
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| Ort: |
Deutscher Wetterdienst
Konferenzbereich BLAU
Frankfurter Str. 135
63067 Offenbach am Main
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| Zusammenfassung: |
Die urbane Human-Biometeorologie stellt ein Teilgebiet der Biometeorologie dar, das in den
letzten Jahren durch atmosphärische Extremereignisse sowohl national als auch international
erheblich an Bedeutung gewonnen hat. Die Zielsetzung der urbanen Human-Biometeorologie
ist die Sicherstellung der Lebensqualität für Stadtbewohner im städtischen Freiraum und in
Innenräumen insbesondere bei prekären atmosphärischen Randbedingungen. Sie sind für urbane
Ballungsräume im tropischen und subtropischen Raum permanent gegeben, weshalb hier
bereits gewisse Anpassungen erfolgen. Ein Paradebeispiel dafür stellt Hong Kong dar, wo als
Folge der SARS Epidemie im Jahr 2003 die ökologischen Aspekte der Stadtplanung derzeit
mindestens den gleichen Stellenwert wie die ökonomischen Belange einnehmen.
Vor dem Hintergrund des regionalen Klimawandels müssen sich Städte in Mitteleuropa verstärkt
mit der Frage beschäftigen, ob und inwieweit es überhaupt möglich ist, mit Mitteln der
Stadtplanung die Auswirkungen von extremer regionaler Hitze auf Stadtbewohner im lokalen
Bereich präventiv zu reduzieren. Prinzipiell sind weder die Strukturen mitteleuropäischer
Städte noch ihre Bewohner an den thermischen Stress angepasst, der über regionale Klimamodelle
ab 2040/2050 projiziert wird. Auch ist zu berücksichtigen, dass der Handlungsspielraum
für die Stadtplanung reduziert ist, weil die Baukörperstrukturen und Raumnutzungsmuster,
die nicht an Hitze orientiert sind, bereits vorhanden sind.
Die Entwicklung, Umsetzung und Validierung von stadtplanerischen Konzepten setzt die
Anwendung von Methoden aus der urbanen Human-Biometeorologie voraus, mit denen sich
die Wahrnehmung von Hitze so quantifizieren lässt, dass sie für Menschen in der Stadt relevant
ist. Gleiches gilt auch für die lufthygienische Komponente des Stadtklimas, weil Menschen
nicht nur eine Luftkomponente, sondern ein Konglomerat von Luftkomponenten einatmen,
d.h. die auf Menschen bezogene Bewertung der Luftqualität in der Stadt muss darauf
abgestellt sein.
In Bezug auf den Umgang mit extremer Hitze in der Stadt existieren human-biometeorologische
Bewertungsverfahren, die gut erprobt sind und deshalb inzwischen weltweit in experimentellen
Untersuchungen und numerischen Simulationen angewendet werden. Die dabei
erzielten Resultate beziehen sich meistens auf die urbane Mikroskala. Sie lassen Einflüsse von
Straßengeometrie und ihrer Grünausstattung, insbesondere Straßenbäume, erkennen. Ausgewählte
Ergebnisse werden im Vortrag präsentiert und diskutiert. Dabei wird auch auf die
Problematik des Transfers von Ergebnissen aus der urbanen Human-Biometeorologie in die
Planungspraxis eingegangen. |
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